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Jahresbericht 2007

(Auszug)

Um es vorwegzunehmen: Das Vereinsjahr 06/07 verlief durchwegs positiv. Die Arbeit unseres Dirigenten Felix Reolon kommt nach wie vor sehr gut an, dies hat sich auch auf den Mitgliederbestand positiv ausgewirkt. So konnte der Dirigent auch nach dem Reisser „Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit gut besetzten Registern die Kirchen-Konzerte vom Januar 07 vorbereiten.

Erstmals führte der Lehrergesangverein ein Konzert in der Kirche St. Peter durch. Das Programm eignete sich dazu bestens. Mit drei Motetten von Franz Bruckner wurde das Konzert vom 21. Januar im Chorraum der barocken Altstadt-Kirche eröffnet. Die Messe in D für Chor und Orgel von Antonin Dvorák wurde auf der Empore dargeboten. Die Klänge dieses wunderbaren Werks gelangten so von oben zum zahlreich erschienen Publikum. Auch bei diesem Konzert waren positive Zahlen zu vermelden: Dies galt für die Anzahl KonzertbesucherInnen wie für die finanzielle Situation.

Leider hielt sich der Ansturm eine Woche später in Winterthur eher in Grenzen. Es war zwar für den Chor eine tolle Erfahrung, das Konzert ein zweites Mal durchführen zu können, aber finanziell hat sich dies nicht ausbezahlt. Das lehrt uns, künftig für auswärts stattfindende Konzerte noch intensiver zu werben.

An der GV Anfang Februar konnten die Mitglieder nach etlichen finanziell mageren Jahren eine Jahresrechnung mit einem satten Gewinn abnehmen.
Zurzeit steckt der Lehrergesangverein mitten in der Einstudierung der rhythmisch und sprachlich sehr anspruchsvollen Carmina Burana von Carl Orff. Zusammen mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, dem Knabenchor Singknaben Luzern und drei SolistInnen führt der LGV dieses imposante Werk am 22. September 2007 um 20 Uhr in der Tonhalle Zürich auf.

Eine Denkaufgabe beschäftigte den Vorstand aber trotzdem: Um die finanzielle Situation des Lehrervereins Zürich ins Lot bringen zu können, soll der Lehrergesangverein in die Selbständigkeit entlassen werden. Dies hat in erster Linie zusätzliche Ausgaben für die nun selbst zu tragende Dirigentenentschädigung zur Folge. Der Vorstand des LGV hat dafür Verständnis. Die Entlassung in die Selbständigkeit wird als Herausforderung gewertet und soll auch innerhalb des Chors neue Kräfte mobilisieren. Drei Arbeitsgruppen sind eingesetzt worden; diese setzen sich mit der künftigen Ausrichtung, der Suche nach Sponsoren und der Erarbeitung neuer Statuten auseinander. Bereits ist von den Chormitgliedern ein neuer Name, welcher noch von der Delegiertenversammlung des Lehrervereins Zürich bestätigt werden muss, angenommen worden: Konzertchor Diverticanto. Damit wird dem längst vorhandenen Wunsch nach einem neuzeitlicheren Namen und der Situation, dass die Mitglieder, welche den Lehrerberuf ausüben, eben nicht mehr in der Mehrheit sind, Rechnung getragen. Der LGV hat sich bisher als Oratorienchor eingeordnet; mit der Bezeichnung Konzertchor entsteht mehr Spielraum für eine allfällige breitere musikalische Ausrichtung.

Wenn auch bezüglich Zukunft des Chors und der Zugehörigkeit zum Lehrerverein Zürich noch keine verbindlichen Entscheide gefallen sind, ist die Stimmung sowohl im Vorstand als auch bei den Sängerinnen und Sängern zuversichtlich und positiv.

Zum Schluss möchte ich meinen Dank aussprechen:
•Felix Reolon für die motivierend gestalteten Proben und das riesige Engagement für die Vorbereitung der Konzerte
•Julia Schiwowa für ihre mit ansteckender Freude durchgeführten Stimmbildungssequenzen und Registerproben sowie die Assistenz des Dirigenten im Vorfeld von Konzerten
•Annkatrin Garbers und Kenneth Mauerhofer für die virtuose Korrepetition an den Proben bzw. am Probenwochenende
•Meinen Vorstandskolleginnen und –kollegen für die toll funktionierende Zusammenarbeit
•Allen Mitarbeitenden, welche mithelfen, das LGV-Schiff auf Kurs zu halten
•Dem Lehrerverein Zürich für die jahrelange finanzielle Unterstützung




 





Konzertchor Diverticanto | Felix Reolon, Dirigent | Ida-Sträuli-Strasse 87 | 8404 Winterthur | E-Mail | Letzte Änderung: 19.07.2017